Derzeit schreiten die Vorbereitungen auf die kommenden Wahlen des Stadtrates Brees eifrig voran. In diesem Sinne wurden nun erste Namen bekannt gegeben. Unbestreitbar sind die zwei Hauptverantwortlichen der “vier Buchstaben” am Prozess der Wahlen beteiligt, frei nach dem Motto “Wer sich die Suppe eingebrockt hat, der muss sie auch auslöffeln”.

Die Verantwortlichen für die Wahlen des Stadtrates betonen  erneut eingehend, dass alles seinen ordnungsgemäßen Gang gehen wird und auch muss. Derzeit wird fieberhaft an der Lösung des Problemes gearbeitet. Und diesbezüglich werden nun erste Namen veröffentlicht sowie ein Plan, wie mit den Wahlen begonnen wird.

Zunächst einmal finden sich hier die Namen der vier Hauptverantwortlichen, um die Legitimitt zu sichern:
– Aerrin Galahan – für die Neutralität der Wahlen und Empfänger der Kandidaten. Es sei nochmal AUSDRÜCKLICH gesagt, dass JEDER, der sich für ein Amt im Stadtrat bewerben will bei Herrn Galahan melden muss, da jener sowohl Wahlkprogramm als auch die Namen verwaltet.
– Hargstanda – für die Neutralität der Wahlen, in Vertretung für Herrn Galahan
– Sembyrian Tharon – Rechtsgelehrter für die gesetzlichen Belange und der Ausarbeitung eines für Bree geltenden Gesetzes
– Kimroth Grünfels – Leitung und Sprecher des Wahlkommitees

Diesbezüglich wurde nun verkündet, dass noch vor der Wahl der übrigen Räte ein Richter gewählt wird, da dieser dann ebenso bereits die gesetzlichen Grundkenntnisse für eine saubere Wahl mitbringen kann. Nachdem Bree einen neuen Richter eingesetzt hat, wird schließlich der übliche Stadtrat gewählt. Noch ist nicht bekannt, ob dieser aus fünf oder sieben Sitzen bestehen wird. Das hängt von den zu besetzenden Posten ab. Außerdem obliegt es dem Rat, eine für sich legitime Vertretung zu bestimmen, die im Falle von Krankheit oder Tode in dessen Namen sprechen kann. Dies jedoch, so wurde uns versichert, ist derzeit reine Spekulation.

Kommen wir zu den ersten kandidaten, welche  sich auch bereits bei Herrn Aerrin gemeldet haben.

– Hille Hark – Ehemalige Richterin Archets, will sich für das Amt als Richterin Brees bewerben.
– Eleonthir Silberdorn – Stadtbekannter (angeblicher) Halb-Elb

Gerüchten zufolge will sich ebenso Rouven Carlyle erneut für das Amt des Richters bewerben.

Laut der Breeland-Nachrichten gedenkt außerdem, Herr Juliander Weißensee zu kandidieren, ober sich bereits gemeldet hat und  vor allem für welche Position innerhalb des Rates; diese Antwort blieben uns die Redakteure der Breeland-Nachrichten bisweilen schuldig.

Weitere Fragen werden gerne von einem der obenstehenden Personen weiterhin gerne beantwortet. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass sämtliche Mitglieder des Komitees derzeit sehr eingespannt sind und von daher um Entschuldigung bitten, sollte man sich in Schreiben etwas zu kurz halten.

Indes edenfalls wurden erste Anschlagtafeln in Auftrag gegeben, um den Bürgern ein ffentliches Forum für ihre Belange zu geben. Bisweilen lief dies alles eigenartigerweise über die Breewache. Diesmal jedoch will man den Fehler nicht erneut  begehen und gedenkt, dieses ebenfalls im Namen des Breevolkes abzuhandeln.

(OOC: Jene “Anschlagtafel” indet ihr auf der untenstehenden Webseite mit Forum. Diese Seite soll vor allem dem Rollenspiel in Breeland dienen. Die Wahlen werden über diese Seite abgehalten werden.
http://diestadtbree.enjin.com/.
)

Wie in den vergangenen Tagen durch die Zeitung “Breeland Nachrichten” öfter angesprochen, so wird zusehends das Gerücht verbreitet, die Wahlen würden geheim abghalten. Nun, um der Wahrheit die Ehre zu geben, dem ist keineswegs so. Aufmerksame Leser der Zeitung werden aus dem Kontet eindeutig herauslesen, dass die Wahlen keinesfalls geheimgehalten werden, ebensowenig die Kandidaten oder die Vorbereitungen zur Wahl. Zu diesen Vorwürfen äußerte sich Herausgeber K. Grünfels, Verantwortlicher für die Vorbereitungen der Wahlen wie folgt:

“Eine Wahl einzuleiten, nicht zuletzt durch dem plötzlichen Rücktritt des Stadtrates, ist ein äußerst schwieriger Prozess. Dieser wird nicht geheim gehalten, muss jedoch sorgfältig geplant und eingeleitet werden. Um eine Sache klar zu stellen. es ist ein schwieriger Prozess.”

Auf die Frage hin, warum noch keine Namen für Kandidaten veröffentlicht wurden äußerte sich Grünfels  folgendermaßen:

“Um Kandidaten zu stellen, braucht es zunächst einmal eine Liste von Namen. Bevor wir nicht eine solche haben, ist es politisch höchst unsachlich, zunächst einmal grobe Vermutungen anzustellen. Es wird derzeit an drei Stellen gearbeitet, um auch einen Plan für die bevorstehenden Wahlen und deren Legitimität zu erstellen.”

Auf die Vorwürfe der Breeland-Nachrichten, man verhielte sich zu parteiisch und wäre nur auf die eigene Machtergreifung versessen, kann Grünfels nur schmunzeln. Sachlich fährt er bei dieser Frage jedoch fort:

“Es sieht so aus: Ja, ich bin ein parteiischer Mensch, ich stehe zu und hinter unserer Sache. Wir sind immerhin das Volk! Das Volk soll bestimmen, wer es in Bree vertritt. So gesehen bekenne ich mich schuldig. Denn auch ich bin ein Mann des Volkes, und meine Ziele sind es, Bree eine bodenständige und zudem volksnahe Führung zu geben.”

Man mag, so die einhellige Meinung der Redaktion, den Menschen keine Müßigkeit vorwerfen, denn bemüht arbeiten sie an einem Plan zur Ernennung eines Stadtrates.  Noch am heutigen Tag, so Grünfels, werden erste Namen bekannt gegeben. Dazu äußerte er sich zuletzt:

“Ich bitte die Bürger Brees um Verständnis hierzu. Es war ein schönes Stück Arbeit, und kein vergnügliches. Schließlich, sind wir Menschen und vermögen es nicht gleich, wahre Wunder zu vollbringen und bedanke mich im Vorfeld für die Geduld.”

Da die Rufe laut werden, der Sturz des Stadtrates sei ein Schmierentheater und ein abgekartertes Spiel, was ganz klar auch berechtigte Zweifel über die Sauberkeit eines Wahlgangs offenlegt, hat sich Chefredakteur K. Grünfels,Initiator der Kundgebung, welche zum Rücktritt des Stadtrates führte, zu Wort gemeldet. In einem offenen Brief an das Volk Brees teilte eruns Folgendes mit:

An die Bürger Brees!

Um vorweg Gerüchten Einhalt zu gebieten, welche zurecht kursieren, so sei erst einmal gesagt, dass ich, Kimroth Grünfels nicht zur Wahl eines Stadtrates antreten werde. Zwar schließe ich meine Beteiligung daran nicht aus, was heißen soll, dass ich mich gerne eines Besseren belehren lasse, doch mein vorrangiges Ziel ist erreicht, nämlich Bree eine neue Regierung zu geben und mit der alten abzurechnen.
Saubere Wahlen bedeuten auch, ein sauberes Vorgehen. Es gibt durchaus Punkte, für die ich antreten würde, denn Bree braucht vor allen Dingen eine vernünftige Gesetzeslage, und das bedeutet, vernünftige Stadträte.
Ich werde die Wahlen überwachen.  ich werde dafür sorgen, dass gewählt wird, und ich werde dafür sorgen, dass ihr, werte Einwohner von Bree, selbst bestimmt, wer für euch im Rathaus spricht, für eure Belange einsteht und für eure Sicherheit sorgt. mehr aber auch nicht weniger soll es sein. Von nun an könnt ihr euch bei Heiler Aerrin als Kandidat bewerben. Und bald wird es auch eine offizielle Anschlagtafel geben, bei der ihr euer Wahlprogramm Kund tun könnt. Enttäuscht also das schöne Breeland nicht, und wählt

Mit großer Hochachtung
K. Grünfels

Mit anderen Worten: Grünfels wird nicht als Stadtrat kandidieren, wird jedoch mit anderen die Abwicklung der Wahlen übernehmen. Er merkte zudem noch an, dass er sich erst dann stellen wird, wenn nicht genug adäquate Kandidaten zur Auswahl stehen, um als Platzhalter zu fungieren.

Wir von der Redaktion sind gespannt, wer sich zur Wahl stellt. selbstredend obliegt es den alten Stadträten, sich zur Wahl zu stellen, da sie nicht ihres Amtes entbunden wurden sondern freiwillig zurücktraten, sieht die Gesetzeslage keinen nennenswerten Grund vor, sie nicht erneut antreten zu lassen.

Nach dem Rücktritt der Stadtwache erhielt Chefredakteur K. Grünfels eine wahre Flut an Post. So zum Beispiel meldete sich ein ehemaliges Mitglied des Stadtrates, nämlich der besagte Schatzmeister, zu Wort, welcher beteuerte, sein “Ehrenamt” zurückgelegt, nicht aber seinen Posten als Schatzmeister abzugeben.

Wir von der Redaktion sind demzufolge etwas verwirrt, und wollen erst einmal folgende Aussage in den Raum werfen, welche letzten Endes essenziell werden wird. Wir haben einen Schatzmeister, aber er bekleidet nicht das Ehrenamt? Stadtrat zu sein ist kein Ehrenamt, es ist eine Pflicht,und trotz alledem wird der Stadtrat jemanden brauchen, der Einsicht in die Rechnungsbücher des Stadtrates hat, um die Einnahmen und Ausgaben zu regullieren, wenn es denn nötig sein sollte. Demzufolge braucht der Stadtrat einen Schatzmeister, welcher schließlich auch die finanziellen Fragen klären kann und wird. Dies wird natürlich auf die zu bekleidenden Posten und Ämter, die nicht zurückgelegt wurden keinen Einfluss haben. Der Scatzmeister des Stadtrates wird demzufolge keine Einsicht in die Geldgeschäfte der Breer Bürger haben, sondern lediglich in die Rechnungsbücher des Rathauses.

Ebenso braucht der Stadtrat einen Richter; nicht um das Rechtswesen Brees in Urteilssprüchen aufs Erbrechen auszureizen, sondern um dafür zu sorgen, dass alles korrekt von Statten geht. Man kann hier auch von einem Friedensrichter sprechen, da diese Sorte von Advokat letztlich dafür zuständig sein wird, den Frieden zu wahren.

Was letztlich den Siegelwahrer angeht, denn er ist als Notar tätig und sollte deshalb auch vertrauenswürdig und Bree loyal gegenüberstehen.

Dies sind nur einige Angaben. Wer sich also zur Wahl stellen möchte, sollte auch beim Volk anerkannt in seinem Amt sein und prüfbare Titel mitbringen. Verbindungen zu Adelshusern sind hier wohl unerwünscht, In Bree ungültige Betitelungen wie “Ritter” oder “Edler” besitzen keine Gültigkeit. Was sehr wohl von Gültigkeit zeugt ist eine überzeugende Argumentation im Falle des Falles. Denn das Volk wählt, und  das Volk sollte genau wissen, WEN es wählt.

Nun, werte Leserschaft. man mag uns ja Vieles vor die Nase reiben, doch interessanterweise, und das sagen wir aus reiner Süffisanz, zugegeben, lässt sich all dies belegen. Denn wie die Rufe lauter und lauter werden, wir von der Zeitung wüssten Dinge, die wir gar nicht wissen sollten, möchten wir zunächst einmal eines klar stellen.

Sobald etwas offiziell gesprochen oder gesagt wurde sehen, hören und lesen das die Menschen. Wenn also ein Stadtrat zurücktritt und es dabei 20 Zeugen gibt, die die offizielle Verlautbarung bestätigen können, dann meinen wir, ist das schon ziemlich offiziell.

Wenn die Stadtwache verkündet, sich von etwas zu distanzieren, dann ist das eine klare offizielle Aussage, die jeder nachlesen kann, sofern er des Lesens überhaupt mächtig ist. Man kann eine solche Aussage selbstverständlich revidieren, indem man ganz einfach beschließt, NICHTS dergleichen zu schreiben, oder dafür zu sorgen, dass es NICHT jeder lesen kann. Sowas nennt man in Fachkreisen Geheimniswahrung oder – so drrückt der Volksmund es aus – Geheimniskrämerei.

Auch unsere Quellen können  uns hieb- und stichfest beweisen und aufzeigen, dass alles, was offiziell verlautbart wurde auch offiziell zu lesen steht. Da sind wir ausnahmsweise tatsächlich penibel. und können dies bei Möglichkeit auch bestätigen.

Nun, also halten wir fest. Die Stadtwache distanziert sich von der Gründung eines neuen Stadtrates und auch – seien wir gercht – halboffiziell, vom Rat selbst. Die Stadtwache stand diesem ja zuvor unter und mehr als eindeutig etwas zu nahe.

Gut, nun ist die Frage, ob die Stadtwache den Rat unterstützte oder der Rat die Stadtwache im Raum. Unserer Meinung nach handelt es sich hier schlichtweg um ein Syndikat.Wenn die Stadtwache weg fällt, steht es um die Sicherheitsfrage in Bree schlecht. Alternativ hätte die Stadtwache natürlich den Konsens finden und zuvor schreiben können “Die Stadtwache behält sich vorerst das Recht der Resignation vor”, was nicht nur besser klingt, sondern auch weitaus vernünftiger wäre: Denn solange kein Stadtrat gewählt wurde, kann auch die Stadtwache nicht für derlei Dinge belangt werden.

Demzufolge war dies ein bedauernswerter aber leider auch kein weiser Zug der Stadtwache. Denn selbstverständlich hat die Stadtwache von Bree, trotz allem seine Rechte und Pflichten, die bestimmt nicht angetastet würden, jedoch deutlich die Kluft zwischen Rat und Wache vergrößern  müssten. Das liegt schon alleine daran, dass ein Gleichgewicht zur Wahrung der Sicherheit und der Rechte der Bürger gewahrt werden muss.

Die vorrangige Aufgabe des Stadtrates wird es von daher sein, diesen Konsens zu finden. Einem neu gewählten Stadtrat von Vornherein den Rücken zuzukeren ist nicht einfach politisch unklug, es ist vor allen Dingen destruktiv (oder im Volksmund neuerdings “unkonstruktiv”).

Werte Leserschaft. Man mag mir als Person ja nicht unbedingt nachsagen, ich stünde nicht zu meinen Taten, weshalb es auch klar ist, dass ich mitverantwortlich für die Absetzung des Rates bin. So erhielt ich heute einen höchst interessanten Brief von Rehal Gadophrey (wir berichteten). Dieser Brief besttigt sich – wenn man genau zwischen den Zeilen liest – ja schon von selbst. Ich will es mir aber nicht nehmen lassen, diesen Brief zu veröffentlichen und ihn kurz und knapp zu kommentieren:

Verehrter Herr Grünfels,
wie ich ihrer Publikation entnehmen konnte sind sie und das genannte, fragwürdige Blatt mitverantwortlich für die Absetzung – denn von einem ausschließlich freiwilligen Rücktritt kann hier keine Rede sein – des Stadtrates zwecks der Durchführung freier Wahlen mit Rückhalt im Volk.
Ich kann gegenüber dieser überaus naiven Idee nur meinen Protest aussprechen. Ich gebe zu Zweifel am Geist aller Beteiligten haben sich aufgrund so einer, der Ordnung widrigen Idee geregt.

Es ist doch so, dass die Herrschaft eben nicht dem Populus übertragen ist, sondern sich ein Rat selbstverständlich aus den Einflussreichen der Stadt ergeben muss, dass es den einfachen Leuten überhaupt nicht möglich ist Einfluss zu üben da ihnen die Mittel der Einflussname fehlen.
Die Idee einer Wahl, besonders einer bei der auch das einfachste Volk beteiligt wird ist geradezu widerwärtig, gaukelt sie doch eben diesen einfachen Leuten vor es wäre sie für die geherrscht wird. Jede Herschaft aber muss – im Zweifel auch gegen den Willen des Volkes – “ad maiorem gloriam comitatus”, für die Gesellschaft nicht die einzelnen des Volkes stattfinden.

Die Forderung nach einer offenen Wahl ist grundsätzlich anarchistisch und man könnte unterstellen sie erfolgte in böser, defätistischer Absicht um den Populus von seinem Tagwerk abzuhalten.  (Anm. des Redakteurs: Populus ist irgendein gondorisches Wort für “Pöbel”)
Die Unverschämtheiten die während der Sitzungen des Rates vorgekommen sind haben deutlich gemacht, dass diese Stadt mit harter Hand geführt werden muss, solche ordnungsfeindlichen Elemente die volle Härte des Gesetzes spüren müssen. So etwas ist auf dem Rücken des Volkes nicht möglich, tatsächlich stürtzt es die Stadt in Chaos das man dem Volk das Wort lässt und ihre “Mitsprache” als solche hinnimmt. Der Rat, so er wieder gebildet werden soll, muss sich aus den Oberen, den Reichen und Einflussreichen der Stadt – denn Geld ist bekanntlich Macht – bilden um den Einfluss über die Bürger geltend machen zu können. Einfluss ergibt sich nicht aus dem Titel des Rates, der Rat ergibt sich aus dem Einfluss.
Jede Beteiligung des Volkes am Rat ist also widersinning gegen die Ordnung der Gesellschaft und gegen den Zweck des Rates. Es schwächt den Rat und macht unpopuläre Entscheidungen unmöglich.

Ich kann nur zutiefst darum ersuchen der Stadt die Neuordnung zu erlauben ohne weiter derartig unnötig die Flammen anzustacheln und so eine erfolgreiche Neuordnung unmöglich zu machen.

Mit gebührender Hochachtung
Rehal Gadophrey Uni Gwastar, Advokat der Stadt Bree

Ja…. Werte Leserschaft. Die Frage die sich mir hier stellt ist vielmehr, ob der Mann noch bei Verstand ist, während er mit solchen Worten sein Pergament verschwendet.

Das Triumvirat hält an den Neuwahlen fest.

Ja werte Leserschaft, angesichts der letzten Ereignisse hier in Bree wird ja schon wirklich viel Grütze verzapft und viel Dünnpfiff gesülzt. Da tritt der Stadtrat offiziell vom Amte zurück, und Bree ist endlich wieder frei, zu wählen, nachdem das Volk sich entschieden hat, und dann steht auf der Anschlagtafel der Stadtwache zu Bree Folgendes zu lesen:

Die Stadtwache von Bree distanziert sich (…) vom neuen Stadtrat. Die bis dato mit ihm verbundenen Dienstvorschriften werden entsprechend abgeändert.

Koutha Kathura, von dem das Schreiben stammt, will uns damit schlichtweg nur bestätigen, dass der Stadtrat von Bree und die Stadtwache Vetternwirtschaft betreibt und das Rechtssystem nun deshalb zusammenzubrechen hat, nachdem das diktatorische Syndikat aufgelöst wurde, ohne Gegenwehr zu leisten.

Sagten wir Gegenwehr? Nun so ganz stimmt das nun nicht, denn der neue (angebliche) Rechtsaristokratadvokat Adophey richtete einen offenen Brief an die Bewohner Brees. Da wir eine aufklärerische und wahrheitsliebende Zeitung sind, wollen wir euch natürlich die Fehler innerhalb des offenen Briefes nicht vorenthalten. Wir korrigieren das Schritt für Schritt, und ihr könnt selbst sehen, dass dies nur ein Verzweiflungsakt ohne Hintergrundwissen war, aber mit Nichten eine rechtlich belegbare Korrektur des gängigen Rechtsgesetzes, das ja per Protokoll neulich erst überarbeitet wurde.

Ursprünglicher Text:
Primum: Die Stadt Bree ist Teil des alten Königreichs Arnor. Das Königreich Arnor ist mit dem Erlöschen des arnorischen Königshauses dem Reiche Gondor untertänig geworden. Es herrscht in Bree also das Königshaus Gondor, welches durch Statthalter Denethor vertreten wird. Das Gerichtsrecht der Stadt wird dieser also durch das Königshaus Gondor gegeben und kann nur vom König oder seinem Statthalter zurück genommen werden.
Der Rücktritt des Richters Rhouven Carlyle und die fehlende Regelung seiner Nachfolge führt dazu, dass das Gerichtsrecht der Stadt effektiv aufgehoben wird. Dieser Rücktritt ist daher als Nichtig zu betrachten bis eine Bestätigung der Rücknahme des Gerichtsrechtes durch den Statthalter erfolgt ist.

(Korrektur):
Primum: Die Aufzeichnungen gehen nur so lange zurück, wie Handelsbriefe und Bekundungen nicht zerfallen sind. Es geht aus diesen Dokumenten aber klar heraus, dass nach dem Verschwinden der Könige Bree eine freie Handelsroute inne hat und das Dorf damit uneingeschränkte Souveränität und Unabhängigkeit genießt. Ein fernes nicht in Einfluss beindliches Königreich namens Gondor hat von daher rechtlich wie geschichtlich nie Anspruch auf Bree gehabt. Mit anderen Worten, liebe Leser, Bree untersteht keinem König (der im Übrigen aus Aufzeichnungen einhergehend bereits seit gut 1.500 Jahren nicht mehr im Amte ist, da die Königslinie angeblich ausgestorben sein soll).Fehler in dieser Aussage: Die ganze Aussage.
Der Rücktritt des Richters, als auch ds Stadtrates hat mit der offiziellen Kundgabe seine absolut legitime Richtigkeit und es obliegt nun dem Wahlrecht per Urne, den nächsten Richter der Stadt Bree offiziell zu bestimmen.

Sekundum: Da Richter Carlyle als effektiv noch im Amt zu betrachten ist, ist auch der Rat nicht aufgelöst. Es ist an Richter Carlyle seinen Nachfolger zu bestimmen und mit diesem gemeinsam die neuen Ratsmitglieder zu ernennen.

Sekundum: Der Verfasser dieses Schreibens tut alles daran, sich so in den Stadtrat zu hieven, dessen Auflösung seit der offiziellen Aussage, die man nun auch nicht mehr zurücknehmen kann schlichtweg als gültig ansehen muss. Unser Rat an den Verfasser: Stellt Euch zur Wahl auf, guter Advokat. Doch vorher hraten wir noch zu einem Studium in Gesetzwesen.

Tertium: Die Unruhen im Süden und die damit verbundenen Schwierigkeiten der Kommunikation mit dem Statthalter Gondors auszunutzen um den Umsturz auszurufen ist als Hochverrat anzusehen. Ebenso ist die Einrichtung eines alternativ-Rates – das sogenannte Triumvirat – als Hochverrat anzusehen. Sowohl die Agiatoren des Umsturzes als auch die Mitglieder des Triumvirates sind festzunehmen und nach entsprechender Verhandlung ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

Tertium: Da die Bürger Brees heute zum ersten Mal hören, dass Bree offenbar einem Königreich tausende Meilen im Süden unterstellt ist, kann man wohl kaum davon ausgehen, dass “Gondor”  derzeit Notiz von Bree nimmt oder in den belegt letzten 500 Jahren Notiz genommen hat. Eine solche Annahme hat schon alleine deshalb keine Gültigkeit, da sonst eine Änderung von “König” in “Stadthalter” geändert wurde. Da dies nun aber nicht vorliegt und Bree ein freier Handelsposten ist, wie man gewiss in jeder Ausgabe von “Ardakompendia” nachlesen kann (Ja, Lesen bildet), ist die ganze Aussage schlichtweg unzutreffend.
Was die Bildung eines Triumvirates zur Einleitung von Neuwahlen und damit angeblichen Hochverrat angeht, gibt es keine Gesetzesgebung, welche die freie Meinungsäußerung oder den Versuch verbietet, Bree mit legalen und obendrein friedlichen Mitteln wieder in die Hände fähiger Männer zu geben rechtfertigt. Diese Aussage ist eine schlichte diktatorische Provokation ausgehend von einem Mann, der mehr als eindeutig vom Rechtswesen keine Ahnung zu haben scheint und stattdessen lieber das Schwert zücken würde, um das Volk mit der Klinge zum Schweigen zu stechen…. oder zu köpfen!

Jede Abweichung von diesen Punkten bricht das Recht der Stadt, was das Verlangen nach “gerechten” und “legalen, offenen” Wahlen ad absurdum führt.

Interessanterweise jedoch war der offene Brief mit der ersten bis zur letzten Zeile schon ad Absurdum und erklärt lediglich eine Sache! Diene, schweige oder stirb!

Demnach definiert FREIE MEINUNG Laut Herrn Rehal Gadophrey in Bree “Ad Absurdum”. Gerade wegen dem Gesicht, das Anhänger des alten Stadtrates nun aufzeigen  Ob wir uns das nun bieten lassen wollen oder nicht, ist eine Frage, werte Leser, die ihr euch selbst beantworten müsst. Wir können letztlich nur eines dazu sagen:

Auf den Sieg Herr Adolphrey. Gadophrey. Wenn Ihr einmal Geschichtsaufzeichnungen lesen würdet, würdet Ihr wissen, wie das klingt und wie das enden wird.

Angesichts der dramatischen Ereignisse, welche im Extrablatt angeführt werden, möchten wir von der Redaktion das Volk  Brees darüber aufklären, wie es denn nun weitergehen wird, jetzt, da wir keinen Stadtrat haben.

Bürgermeister Zartlärche sitzt Bree immer noch  vor und wird deshalb auch die letzte Entscheidungskraft inne haben, um solche Disaster wie die Hinrichtung von Laceley Lancriss zu vermeiden. Es wird von daher nun zunächst einmal ein Provisorium gebildet werden,wobei es sich wohlgemerkt nicht um den Stadtrat handeln wird, sondern um ein Triumvirat um einen sauberen Wahlgang zu garantieren.

Die Wahl wird voraussichtlich in 1 – 2 Monaten stattfinden. Über das ganze siebte Monat dürfen sich ausgewiesene Bürger Brees um  einen der Sitze im Stadtrat bewerben. Da noch nicht beschlossen wurde, ob es fünf oder sieben Sitze sein werden, bittet das Triumvirat um Entschuldigung. Noch sind die Ereignisse zu frisch, um einen sicheren Plan aufzustellen. Solange jedoch stehen schon einmal zu besetzende Posten vorerst fest:
– Ein Richter (welcher jedoch nichts mit der Stadtwache zu tun haben darf und ihr auch nie beigetreten sein sollte, um mögliche Fragen der Loyalität zu unterbinden)
– Ein Schatzmeister (welcher mit Steuerrecht, sowie Finanzwesen vertraut ist)
– Ein Siegelwahrer (welcher als Notar tätig ist, und sich auf das Aufbewahren sensibler Dokumente versteht)
– Ein Sprecher (welcher auch die Ratsbeschlüsse nach Außen tragen kann)

Dies sind die ersten Pläne diesbezüglich. In den kommenden Tagen werden wir weiterhin aus erster Quelle berichten, wie die Wahlen vonstatten gehen sollen. Bewerber mögen sich bitte ausnahmslos an Aerrin T. wenden. Seine Heilerpraxis befindet sich bekanntermaßen in Bree. Er wird als neutraler unparteiischer Sammler der Bewerber gelten. Diese werden auf Wunsch für den Wahlkampf auch gerne befragt, sodass die Zeitung als Medium für den Wahlkampf um den Stadtrat gelten kann.

Zu der Frage hin, wie es denn nun weiter gehen sollte, äußerte sich K. Grünfels wie folgt:

“Es steht uns nun ein schwieriger Prozess bevor, und zu Beginn können wir noch nicht sagen, wer zur Wahl antritt und wie genau der Wahlgang von Statten gehen wird. Dies müssen wir nun in einem schwierigen Prozess beschließen und für einen möglichst sauberen Ablauf sorgen. Wir können nun also die Umstände beklagen, oder tragen aktiv dazu bei, Bree zu dem Ort zu machen, wie wir ihn uns wünschen.”

Auf die Frage hin, ob denn Herr Grünfels Vertrauen in die Bürger Brees hierzu habe antwortete er:

“Ich vertraue darauf,  DASS Bree sich entscheidet. Wir wissen heute alle noch nicht, wie der Stadtrat aussehen wird. Ich weiß nur, dass er gewählt werden wird…. gewählt werden MUSS!”

Nach diesem Umsturz sollte nun deutlich werden, dass Brees Einwohner bewiesen haben, dass sie etwas ändern können. Wir von der Redaktion wollen uns dazu nun so äußern: Wenn wir etwas ändern wollen, dann für Bree! Aber keineswegs gegen das Gesetz.

Es war wahrlich ein Schock der durch das Rathaus ging, als zur gestrigen Kundgebung wider des (zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden) Stadtrates stattfand. Gund hierfür waren vorangehende Ereignisse, über welche wir berichteten. Chefredakteur der “vier Buchstaben”, K. Grünfels sowie S. Embo. Studierter Experte im Rechtswesen, waren Hauptredner der Kundgebung gegen den derzeitigen Stadtrat.

Um es vorweg auf dem Punkt zu bringen, abgesehen von den Zwischenrufen gab es konstruktive Vorschläge zu Wahlen und Wahlgängen. Wir werden in einem anderen Bericht noch näher darauf eingehen, da die Sachlage verkompliziert wurde.

Schlussendlich betrat Richter Rhouven Carlyle den Ratssaal und gab unverzüglich seinen Rücktritt vom Amte des obersten Richters Brees bekannt. Er rechtfertigte sich in diesem Punkte keineswegs für sein Todesurteil sondern gab lediglich Kund, dass das Breevolk keine Ahnung hätte, mit welchen Schwierigkeiten Bree denn da zu kämpfen hätte. Außerdem würde der Stadtrat Brees zurücktreten.

Noch am selben Abend, da der Stadtrat seinen Rücktritt bekannt gab fanden sich am schwarzen Brett des Rathauses folgende Ankündigungen:

Der Stadtrat ist offiziell zurück getreten und macht den Wünschen des Volkes Platz. Auch Rhouven Carlyle ist als Richter zurück getreten.

Die Stadtwache steht hiermit unter der Verantwortung von Hauptmann Dariam Kemp. Da es kein Gericht gibt, werden die Strafen nicht vor einem solchen verhandelt werden können. Die Stadtwache ist hiermit bemächtigt, die Strafen selbst zu bennen. Darunter fallen keine Todesstrafen.

Die Stadtbüttel unterstehen dem momentan höchsten Rang.

Der abtretende Stadtrat hofft, dass die Wache bei einer Neuwahl eines Rates berücksichtig und nicht aufgelöst wird. Es wäre wünschenswert, wenn man sich mit dem Hauptmann in Verbindung setzt, sobald der neue Stadtrat gewählt wurde.

Wir wünschen Bree und dessen Einwohner alles Gute.

 

Im Nachhinein muss man sich nach diesem höchst bedauerlichen Schritt fragen:

Wenn der Stadtrat so bemüht darum war, die Ordnung in Bree aufrecht zu erhalten, warum tritt er dann widerstandslos zurück, anstelle sich von Angesicht zu Angesicht zu rechtfertigen? Sieht der Stadtrat am Ende gar das begangene Unrecht ein?

Wir von den “vier Buchstaben” wünschen den Zurückgetretenen alles erdenklich Gute und hegen die Hoffnung, sie würden sich offen und legal zur Wahl stellen. Denn wenn dem so wäre, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Stadtrat dann auch aus alten Mitgliedern besteht, doch wäre dieser dann endlich vom Volke gewählt.

Besteht nun Grund zum Feiern? Wir von der Redaktion meinen, NEIN! Denn nun beginnt der harte und schwierige Prozess, Bree vom Fundament her neu aufzubauen und zu hoffen, es würde sich zukünftig zum Besseren wenden. Die Zukunft hängt von uns, von den Bürgern Brees ab.

Werbeanzeige: Die Zwei Falken

Ja, die Zwei Falken sind derzeit Breelands bestes Söldnerheer! Keine andere Miliz erhielt einen gültigen Auftrag für den Schutz Stadels oder Schluchts. Außerdem sind die Konditionen noch nie günstiger gewesen als jetzt.
Eine ehrliche Anstellung mit gültigen Verträgen, beste Zwergenküche und diverse Vergünstigungen erwarten den Nachwuchsrecken in diesem vorzüglichen Eliteheer. Meldet euch noch heute bei Mymbeth oder ihren tapferen Kameraden!

(Informationen zu Bewerbungen und Hintergründen zu der Sippe, entnehmt bitte hier:
http://fortune-hunters.eu/lotr/
Die Zwei Falken)