Werte Leserschaft. Man mag mir als Person ja nicht unbedingt nachsagen, ich stünde nicht zu meinen Taten, weshalb es auch klar ist, dass ich mitverantwortlich für die Absetzung des Rates bin. So erhielt ich heute einen höchst interessanten Brief von Rehal Gadophrey (wir berichteten). Dieser Brief besttigt sich – wenn man genau zwischen den Zeilen liest – ja schon von selbst. Ich will es mir aber nicht nehmen lassen, diesen Brief zu veröffentlichen und ihn kurz und knapp zu kommentieren:

Verehrter Herr Grünfels,
wie ich ihrer Publikation entnehmen konnte sind sie und das genannte, fragwürdige Blatt mitverantwortlich für die Absetzung – denn von einem ausschließlich freiwilligen Rücktritt kann hier keine Rede sein – des Stadtrates zwecks der Durchführung freier Wahlen mit Rückhalt im Volk.
Ich kann gegenüber dieser überaus naiven Idee nur meinen Protest aussprechen. Ich gebe zu Zweifel am Geist aller Beteiligten haben sich aufgrund so einer, der Ordnung widrigen Idee geregt.

Es ist doch so, dass die Herrschaft eben nicht dem Populus übertragen ist, sondern sich ein Rat selbstverständlich aus den Einflussreichen der Stadt ergeben muss, dass es den einfachen Leuten überhaupt nicht möglich ist Einfluss zu üben da ihnen die Mittel der Einflussname fehlen.
Die Idee einer Wahl, besonders einer bei der auch das einfachste Volk beteiligt wird ist geradezu widerwärtig, gaukelt sie doch eben diesen einfachen Leuten vor es wäre sie für die geherrscht wird. Jede Herschaft aber muss – im Zweifel auch gegen den Willen des Volkes – “ad maiorem gloriam comitatus”, für die Gesellschaft nicht die einzelnen des Volkes stattfinden.

Die Forderung nach einer offenen Wahl ist grundsätzlich anarchistisch und man könnte unterstellen sie erfolgte in böser, defätistischer Absicht um den Populus von seinem Tagwerk abzuhalten.  (Anm. des Redakteurs: Populus ist irgendein gondorisches Wort für “Pöbel”)
Die Unverschämtheiten die während der Sitzungen des Rates vorgekommen sind haben deutlich gemacht, dass diese Stadt mit harter Hand geführt werden muss, solche ordnungsfeindlichen Elemente die volle Härte des Gesetzes spüren müssen. So etwas ist auf dem Rücken des Volkes nicht möglich, tatsächlich stürtzt es die Stadt in Chaos das man dem Volk das Wort lässt und ihre “Mitsprache” als solche hinnimmt. Der Rat, so er wieder gebildet werden soll, muss sich aus den Oberen, den Reichen und Einflussreichen der Stadt – denn Geld ist bekanntlich Macht – bilden um den Einfluss über die Bürger geltend machen zu können. Einfluss ergibt sich nicht aus dem Titel des Rates, der Rat ergibt sich aus dem Einfluss.
Jede Beteiligung des Volkes am Rat ist also widersinning gegen die Ordnung der Gesellschaft und gegen den Zweck des Rates. Es schwächt den Rat und macht unpopuläre Entscheidungen unmöglich.

Ich kann nur zutiefst darum ersuchen der Stadt die Neuordnung zu erlauben ohne weiter derartig unnötig die Flammen anzustacheln und so eine erfolgreiche Neuordnung unmöglich zu machen.

Mit gebührender Hochachtung
Rehal Gadophrey Uni Gwastar, Advokat der Stadt Bree

Ja…. Werte Leserschaft. Die Frage die sich mir hier stellt ist vielmehr, ob der Mann noch bei Verstand ist, während er mit solchen Worten sein Pergament verschwendet.

Das Triumvirat hält an den Neuwahlen fest.

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