Es war wahrlich ein Schock der durch das Rathaus ging, als zur gestrigen Kundgebung wider des (zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden) Stadtrates stattfand. Gund hierfür waren vorangehende Ereignisse, über welche wir berichteten. Chefredakteur der “vier Buchstaben”, K. Grünfels sowie S. Embo. Studierter Experte im Rechtswesen, waren Hauptredner der Kundgebung gegen den derzeitigen Stadtrat.

Um es vorweg auf dem Punkt zu bringen, abgesehen von den Zwischenrufen gab es konstruktive Vorschläge zu Wahlen und Wahlgängen. Wir werden in einem anderen Bericht noch näher darauf eingehen, da die Sachlage verkompliziert wurde.

Schlussendlich betrat Richter Rhouven Carlyle den Ratssaal und gab unverzüglich seinen Rücktritt vom Amte des obersten Richters Brees bekannt. Er rechtfertigte sich in diesem Punkte keineswegs für sein Todesurteil sondern gab lediglich Kund, dass das Breevolk keine Ahnung hätte, mit welchen Schwierigkeiten Bree denn da zu kämpfen hätte. Außerdem würde der Stadtrat Brees zurücktreten.

Noch am selben Abend, da der Stadtrat seinen Rücktritt bekannt gab fanden sich am schwarzen Brett des Rathauses folgende Ankündigungen:

Der Stadtrat ist offiziell zurück getreten und macht den Wünschen des Volkes Platz. Auch Rhouven Carlyle ist als Richter zurück getreten.

Die Stadtwache steht hiermit unter der Verantwortung von Hauptmann Dariam Kemp. Da es kein Gericht gibt, werden die Strafen nicht vor einem solchen verhandelt werden können. Die Stadtwache ist hiermit bemächtigt, die Strafen selbst zu bennen. Darunter fallen keine Todesstrafen.

Die Stadtbüttel unterstehen dem momentan höchsten Rang.

Der abtretende Stadtrat hofft, dass die Wache bei einer Neuwahl eines Rates berücksichtig und nicht aufgelöst wird. Es wäre wünschenswert, wenn man sich mit dem Hauptmann in Verbindung setzt, sobald der neue Stadtrat gewählt wurde.

Wir wünschen Bree und dessen Einwohner alles Gute.

 

Im Nachhinein muss man sich nach diesem höchst bedauerlichen Schritt fragen:

Wenn der Stadtrat so bemüht darum war, die Ordnung in Bree aufrecht zu erhalten, warum tritt er dann widerstandslos zurück, anstelle sich von Angesicht zu Angesicht zu rechtfertigen? Sieht der Stadtrat am Ende gar das begangene Unrecht ein?

Wir von den “vier Buchstaben” wünschen den Zurückgetretenen alles erdenklich Gute und hegen die Hoffnung, sie würden sich offen und legal zur Wahl stellen. Denn wenn dem so wäre, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Stadtrat dann auch aus alten Mitgliedern besteht, doch wäre dieser dann endlich vom Volke gewählt.

Besteht nun Grund zum Feiern? Wir von der Redaktion meinen, NEIN! Denn nun beginnt der harte und schwierige Prozess, Bree vom Fundament her neu aufzubauen und zu hoffen, es würde sich zukünftig zum Besseren wenden. Die Zukunft hängt von uns, von den Bürgern Brees ab.

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