Werte Leserschaft. Lasset mich diesen Artikel mit folgendem Satz samt offenem Ende zitieren: “Da denkt man, man hat alles erlebt und gesehen…”

Was war das für ein Abend im “tänzelnden Pony”, werte Leserschaft. Erst hatten wir eine liebreizende Begegnung mit Butterblumes neuestem Schankdrachen (wir berichteten) und finden Platz an einem Tisch, bei angenehmer Gesellschaft (zwei offensichtlich geistig verwirrte Hobbits, was in Bree aber nichts Ungewöhnliches ist), da  torkelt eine besoffene Elbin auf unserem Tisch und entblößt mehr Haut und Bein, als uns lieb ist. Wir sind immer noch halb Geblendet von soviel Weiblichkeit an einem Körper.

Die Rede ist von Fanmagil, (angeblich) Eriadors hübscheste Jägerin Waffenmeisterin. (Anm. des Verfassers. Hoffen wir, das war nur eine maßlose Übertreibung und entspricht nicht der Wahrheit), da zeigt der Schnaps, den sie offenbar intus hatte seine Wirkung (müssen 20 Liter gewesen sein)  und das Breeländer Barackengesicht beugt sich jäh vor und führt uns das berühmte Bruchtaler Kotzbalett vor, als ihr Mageninhalt seinen Weg mitten auf unseren Tisch fand.

Und, werter Leser, eines könnt Ihr mir glauben. Elbenkotze riecht nicht nach Rosen, sondern ganz normal nach Schnaps und Kotze. Zum ersten Mal aber konnte der geneigte Beobachter endlich einmal einen Blick auf die Fress- und Trinkgewohnheiten eines Elben werfen und analysieren (auch wenn ich auf diesen Anblick gerne verzichtet hätte). Tatsächlich fanden wir einen Elbensäugling darunter, was die Gerüchte bestätigt, Elben essen ihre Kinder zur Populationsminimierung. Außerdem ein Dutzend Blumen, einen Liebesbrief von Gustav Zartlärche und eine halbverdaute Ork-Klaue. Das lässt den Schlusss zu, dass Elben zwar keine Vegetarier sind, jedoch herausragende Abfallverwerter.

Auch wenn der Anblick von Elben-Erbrochenem zweifelsohne widerlich und bar jeder Ästhetik war (wer kann schon behaupten, dass etwas so graziles, filigranes, ürs Auge erbauliches etwas so widerliches wie Kotze produzieren kann?), so war Breiderics Vorschlag, es zusammenzuwischen und der mittlerweile bewusstlosen Elbe zum Frühstück zu reichen, damit ja nichts verschwendet wird, dann doch ein Augenzwinkern wert. Wir von der Redaktion begrüßen solche Vorschläge produktiver Aballverwertung. Übrigens, Laut Gerstenmann gibt es morgen zum Mittagessen Frikadellen. Mahlzeit!

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