Es ist Sonntag.

Ich wache mit bohrenden Kopfschmerzen auf und einem ranzigen Geschmack in Mund, als ob ein Babydrache meine Fressluke als Nachttopf benutzt habe. Alles halb so wild, das passiert ja fast jeden Morgen,  wäre da nicht eine in aufreizende Damenwäsche gekleidete Strohpuppe,die neben mir liegt. Es ist ja schon öfter passiert, dass ich neben einer Vogelscheuche von Frau aufgewacht bin, aber niemals hätte man das wörtlich nehmen können. Was also ist passiert?

Ich weiß es ehrlichgesagt auch zwei Tage später noch  nicht.  Ich kenne aber immerhin den Auslöser.Schuld war ein neues Getränk Namens “Rammbock”, zusammegepanscht in der alchemistischen Kellerküche eines gewissen C. Eowid, welcher Stein und Bein darauf schwört, dass noch niemals jemand mehr als fünf von diesem Teufelsgesöff geschaft hat hinunterzustürzen. Bei mir waren es gerade mal vier, und man kann ja schon erahnen, was es aus mir gemacht hat.

Da fragt man sich natürlich schon, welch durchtriebener Verstand sich so eine Mördergrütze eigentlich ausgedacht hat. Ist dies möglicherweise der Plan des Dunklen Herrschers, von dem uns die spitzohrigen Brelben immer einen vorsülzen, wenn sie ihre Weltuntergangspropaganda in Bree schwingen müssen (das heißt, wenn sie sich mal nicht aufführen wie asoziale Straßnpenner ohne Freizeitbeschäftigung)? Möglich wär’s, doch nach eingehender Recherche kommen wir von der Redaktion zu dem Schluss, dass ein gewisser S. Auron gar nicht erst eine Meute Elben und geisteskranker Hobbits nach Bree abschieben müsste, um den Verfall in unsere schöne Stadt zu bringen. Das besorgen Männer wie C.Eowid, welche eben solch einen Mörderpansch produzieren und uns damit in die sprichwörtliche Klinge rennen lassen indem wir unseren Lebern eine weitere Dosis Kräuterplörre zuführen, die sie nach und nach durchbrennen.

“Rammbock” heißt also dieses Getränk. Jedem Samstag wird dieser Edelfusel in der hauseigenen Taverne ausgeschenkt. Man muss sich unter Umständen aber mal die Frage stellen, ob sich schon einmal ein Zwerg darin verscht hat, mehr als fünf von diesem Balrogszeugs reinzukippen.

Im Grunde bleibt uns nur noch, C. Eowid zu danken.Gäbe es nicht engagierte Männer wie ihn, wäre all das Elend, das wir jeden Tag im und vorm tänzelnden Pony,und vor allen Dingen in Bree ertragen müssen nur halb so amüsant. Wenn man sich die Birne mit so einer Plörre zuschütten kann, ängt der Wahnsinn an, Methode zu zeigen. Vielen, vielen Dank!

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