Dienstag, 23. April

Endlich ist es soweit. Eine Horde Mutiger Recken fand seinen Weg durch das besetzte Bree. Die ersten Opfer eines solch grausam psychologisch geführten Krieges sind immer die Frauen und Kinder, welche durch kandierte karamellisierte Äpfel, Honig- und Lebkuchen fett und träge werden sodass sie sich nicht mehr wehren können und dem totalitären Regime der Festgemeinschaft bedingungslos fügen müssen, indem sie die Ketten der Fröhlichkeit mit einem aufgesetzten Grinsen tragen. Dann sind da noch die Leichen…. die Schnapsleichen nämlich. Heute Morgen stiegen wir über ganze Berge von jenen, welche derzeit notdürftig im “tänzelnden Pony” untergebracht werden.

Doch auch von den Notfällen gibt es positive Reaktionen auf den Feldzug, welcher gegen das Auenland geführt wird. So sahen wir es leibhaftig von einem Schnapszwerg:

*eine Schnapsleiche erhebt ihren Kopf von einem frisch um ihren Kopf herum gewischten Tisch im Pony. Er versucht den Artikel der achtlos neben ihm entsorgten BREE zu fokussieren.* HURRA! *entfährt es dem Entgeistigten bevor er sein Gesicht sich mit einem hohlen “plock” wieder mit dem Tisch vereint.*

Da will man vor Rührung gar weinen.

Gestern Morgen marschierte das Heer los. Angeführt vom mächtigen alten Partyzauberer Grindelbert, seinen 13 Zwergen Bifi, Wurst, Salami, Oink und Zoink, Schnippi, Schnipsi und Schnapsi, Mampfi, Stampfi und Krampfi, Omo und der berühmteste fetteste, glatzköpfigste Zwerg mit OHrring Mittelerdes: Meister Propper! Mit von der Partie war auch noch ein Hobbit, ich glaube er heißt Dildo.

Anfangs wurde durchgezählt. Nach gut zwei Stunden, die Oberfeststurmführer Grindelbart geduldig ertrug, nach diversen “Ich muss noch mal aufs Klo”, “Ups, ich hab’ zuhause was vergessen” oder “ein heb’sch nosch”, einem Heeresinternen Nervenzusammenbruch und einer Partie Bauernschnapsen konnte der Trupp gen Auenland losmarschieren. Zwar legte man nach einer Stunde wieder eine Pause ein, da die meisten vom Vortag noch einen üblen Kater hatten (der Trupp nennt sowas “Kotzpause”) doch irgendwann nach zwei langen Tagesmärschen passierte man die Brandyweinbrücke und erreichte Stock, jener Ort, den es zuerst zu Befreien galt.

Unbarmherzig bombardierte das Heer die Grenzer mit Honigkuchen. Kollateralschaden muss es in jedem Krieg geben, doch wurden wir mit Jubel begrüßt,nachdem wir – vollgepumpt mit unseren Rammböcken (Bree’s stärkstes Getränk, wie man weiß) unsere Geheimwaffe einsetzten, nämlich die Feuerwerke, welche unsere Festtagspferde ausgeköttelt hatten. “Das ist besser als das vom ollen Gandalf” oder “Das sind Farben,die seh ich normal nur wenn ich die Pilze aus’m Vorgarten verputzt habe” hörten wir am Häufigsten.

Schließlich und Endlich hielt Oberfeststurmführer Grindelbert eine flammende Rede vorm befreiten Stock und konnte die übrig gebliebene (das heißt die noch nüchterne) zuvilbevölkerung zum Widerstand auffordern und gen Wasserau marschieren.

Endlich! Ein erster Sieg ist errungen!

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