Montag, 22. April

Die Besatzer haben sich häuslich eingerichtet und zwingen den braven Breebewohnern ihren extravaganten Kleidungsstil auf. Immer mehr Leute sieht man in grellbunter Kleidung umherrennen, sehen aus wie bemitleidenswerte Hofnarren und müssen dabei falsche Fröhlichkeit vortäuschen.

Als wäre das noch nicht das Schlimmste: Irgendein wahnsinniger Geist, zerfressen von Grausamkeit und Durchtriebenheit ersann ein finster feistes Pferdegezücht, dessen Ausscheidungen nach einem geeigneten Mahl von Schwefelsäure aus Feuerwerkskörpern bestehen.

Wir von den “vier Buchstaben” haben zwar nie behauptet,dass  es in Bree eine gewisse Volksverdummung gab, die um sich greift, grassiert wie eine Grippeepidemie, doch in diesen Tagen ist deutlich zu erkennen, dass ein Haufen Schwachköpfe ausreicht, um eine ganze Stadt intellektuell so derart zu schwächen, dass man sich letzten Endes der Allgemeinheit fügt und mit der Masse in vorgetäuschter Fröhlichkeit mittanzt, gekleidet in Farben, welche das Auge angreifen und den Verstand nach und nach zersetzen.

Doch es gibt Hoffnung: Ein mutiger Haufen tapferer Recken rekrutiert derzeit Leute, welche Bree fluchtartig verlassen haben, um in Feindesland einzumarschieren. Bree schlägt zurück! Denn wenn eine Horde Invasoren meint, eine feindliche Übernahme als Fest zu tarnen, so sind wir von der Redaktion einhellig der Meinung: Wenn der Feind Fröhlichkeit will, so soll er auch unbarmherzige Fröhlichkeit bekommen! Das Breeländer Festkommitee ruft zum Widerstand auf und marschiert gen Wasserau!

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