Modedrogen kommen und gehen, werte Leserschaft!

Bis vor kurzem begnügten sich unsere Jugendlichen noch damit, an Pferdedung zu schnüffeln und so in befremdliche Dimensionen vorzustoßen, Mittels Pfeifenkraut konnte man sich nach Valinor kiffen und so mancher altsässiger überständischer Junggeselle vom  Stande eines  L.Ubbo, begnügten sich damit, sich mit Knoblauch, Schweineschmalz, pürierten Erbsen, Speckwürfeln und abgekochter Wurstpelle einzureiben, um dann die Hunde los zu lassen,

Das alles hat uns nicht weiter gestört, es war harmlos, es war nett, und es half uns vor allem dabei, die Missstände zu ertragen, die wir in den “vier Buchstaben” täglich aufs Neue niederschreiben müssen.

Dass es etwas gibt, was wir wirklich und in jedweder Form auch nur in den höchsten Tönen loben können, mag von daher verwunderlich sein, doch es gibt Behelfsmittel, um der Realität zu entkommen, und wir haben sie auf Brees Straßen beim freundlichen Verkäufer in der Gosse zu einem Wucherpreis erstanden, der es in sich hat, es zugleich aber allemal wert ist. Die Elben brachten es, so unsere Information, aus ihrem Zucker- und Honigland übers Meer zu uns, und so “gedröhnt” wie sie nunmal sind und zuerst die willensschwachen Hobbits damit angesteckt haben, verwundert es natürlich NICHT, dass wir neugierig geworden sind.

Die Rede ist von KÖNIGSKRAUT!

Man kann es drehen und es rauchen, man kann es verdünnen und den Teesud kauen, man kann es trocknen und zu Pillen pressen, man kann es sich sogar zu Pulver zermahlen lassen und durch die Nase schnupfen (unsere bevorzugte Methode übrigens).  Plötzlich sehen wir rosa Olifanten und attraktive Zwergendamen. Plötzlich wird ein X.Alerion zum sympathischsten Menschen der Welt! Die Straßen sind sauber, es regnet kein Wasser,sondern Honig und wenn wir unseren Kuhdungschnüffelnden Kollegen vom Konkurrenzblatt zusehen, wie sie sich kichernd im Schweinedreck wälzen, finden wir das nicht mehr traurig, sondern sogar zum Schreien komisch.

Ein positiver Nebeneffekt ist übrigens ein unglaublich frischer Atem.

Einzig Tags darauf, wenn wir uns ob der Entzugserscheinungen die Seele aus dem Leib erbrechen und aus dem Fenster unserer ein-Zimmer-Wohnungen (kurz: Loch) all das Elend wieder sehen, wie es sich voll und ganz darbietet, fragen wir uns, ob es diese Abhängigkeit, in der uns unsere leichtsinnige Neugier getrieben hat wirklich wert war.

So spricht es uns nicht nur die Vernunft aus der Seele, wenn wir ganz klar sagen: “NEIN, ist es nicht!” sondern auch unser leerer Geldbeutel, der ach einem Tag fleißiger getaner Arbeit zwar wieder voll ist, uns aber niemals die Befriedigung geben kann, die ein Tanz unter blauem Himmel in einem Meer aus Gänseblüchen, zusammen mit den vielen fröhlich-lustigen Hobbits jemals geben könnte. Allein der Gedanke daran lässt uns von der Redaktion bei nüchterem Zustand erschaudern! Also Finger Weg! Warum? Weil Drogen schlimm sind!

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