Der Sittenverfall in Bree hält an, und wir von der Redaktion der “Vier Buchstaben” können nur fassungslos den Kopf schütteln bei all den Sittenwidrigkeiten, welche die Stadtwache zulässt. Gestern hat sich die Lage dramatisch zugespitzt, als ein Elb ohne Fußbekleidung durch unser schönes Dorf rannte und die Menge in Angst und Schrecken versetzte.

“Er hat eine schwangere Frau geschlagen” sprach beispielsweise Altair Enzylopholos, ein zugereister Einheimischer, der nun ein Fachgeschäft für die Aufzucht grüner Gartenameisen betreibt.

“Meine Kinder haben ihn gesehen, als er sich an meinen schönen Pelargonien verging, mit den Worten ‘Ich liebe Blumen’!”, sagte Annalina Heidestroh. “Sie reden von nichts anderen mehr! ‘Mami, ist das ein Schwein, oder ein Esel?’ fragte mich heut morgen erst meine Tochter!”

Der Elb namens Elmenor (er möchte anoym bleiben) will natürlich nicht erkannt werden und tarnt sich vorwiegend verkleidet als Baum, mit einem Ast vor dem Schritt. Er gilt zwar als störend, aber nich allzu geährlich. Hin und wieder erleichtert er sich am Wasser unseres schönen Keilerbrunnens, woraufhin bunte Blümchen am Brunnenrand zu sprießen beginnen und kleine Hobbitmädchen ihr Haar mit eben jenen kränzen.

Da die Wache nichts tut, bleibt uns von den “Vier Buchstaben” nur zu sagen: Lasst ihn laufen, er tut doch keinem was!

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